Was macht einen Barfußschuh aus?

Die Auswahl der Barfußschuhe auf dem Markt ist gut gewachsen. Aber auf was musst du beim Kauf achten? Was macht einen Barfußschuh aus? Damit du auch wirklich von den Vorteilen eines Barfußschuhs profitieren kannst, schauen wir uns die Kriterien von Barfußschuhen näher an.

Was soll ein Barfußschuh bewirken?

Grundsätzlich solltest du dir darüber im Klaren sein, warum du überhaupt einen Barfußschuh trägst. Ein Barfußschuh soll dir lediglich einen Schutz für deinen deinen Fuß bieten. Dabei schützt der Barfußschuh dich vor Gefahren wie Scherben, Draht sowie anderen spitzen und scharfen Gegenständen. Ebenso zählt dazu der Schutz vor Giften und Chemikalien. Dazu gehören unter anderem Düngemittel.

Ein Barfußschuh soll keine Dämpfung bieten, so wie es bei den meisten herkömmlichen Schuhen versprochen wird. Besonders Sportschuhe werden häufig mit einer besonders guten Dämpfung angepriesen. Bei Barfußschuhen wollen wir genau das nicht. Doch darauf gehen wir noch später ein.

Kriterien von Barfußschuhen

Zunächst haben wir die vier wichtigsten Kriterien:

  • Ein Barfußschuh hat eine Nullstellung (Kein Absatz)
  • Ein Barfußschuh hat eine sehr dünne Sohle (Im Millimeterbereich)
  • Ein Barfußschuh ist weit geschnitten (Besonders die Zehenbox)
  • Ein Barfußschuh ist flexibel (In jede Richtung biegsam)

Zusätzlich gibt es noch zwei nennenswerte Faktoren, welche relevant sind:

  • Ein Barfußschuh sollte geringes Gewicht haben (Leichtes Material)
  • Ein Barfußschuh sollte atmungsaktiv sein

Nullstellung

Die Nullstellung gehört mit zu den wichtigsten Eigenschaften für Barfußschuhe. Hier macht sich auch ein großer Unterschied zu herkömmlichem Schuhwerk auf.

Bei der Nullstellung ist dein kompletter Fuß flach auf dem Boden. Der Schuh ist also nicht mit einem Absatz ausgestattet. im Fachjargon wird hier auch von Sprengung gesprochen.

Ein Barfußschuh hat vorne, sowie hinten die identische Dicke in der Sohle. Damit steht der Fuß komplett flach auf dem Boden, so wie es auch bei einem Stand ohne Schuhe der Fall wäre. Besonders bei Laufschuhen lässt sich der Unterschied in der Sprengung deutlich erkennen.

Nun magst du sagen, dass auch Sneaker oder Chucks durchaus eine Nullstellung bieten können. Das ist auch korrekt, doch beim nächsten Punkt der dünnen Sohle und spätestens bei der Flexibilität werden die Unterschiede noch deutlicher.

Dünne Sohle

Barfußschuhe haben eine sehr dünne Sohle. Hier sprechen wir von Millimetern. Mit 2,5 Millimeter liegt hier der Hersteller Sole Runner ganz weit vorne. Je dünner die Sohle, desto besser erlebst du das Barfußgefühl. Gleichzeitig profitierst du natürlich auch immer mehr von den Vorteilen der Barfußschuhe.

Eine dünne Sohle muss jedoch nicht unbedingt gut sein. Sehr entscheidend sind dabei auch die Beschaffenheit und das Material der Sohle, welche sich auf die Flexibilität auswirkt. Eine dicke flexiblerer Sohle kann besser sein, als eine dünne aber harte Sohle.

Weite Passform

Sicher kennst du auch das Gefühl von drückenden Schuhen. Bei Barfußschuhen ist das nicht der Fall. Wenn doch, hast du eine zu kleine Größe gewählt. Dein Fuß hat in Barfußschuhen platz sich zu entfalten sowie frei zu Bewegen. Er soll sich möglichst wie ohne Schuh fühlen. Besonders der Zehenbereich ist hier wichtig. Deine Zehen dürfen vom Schuh nicht eingeengt werden und müssen sich frei entfalten können.

Flexible Sohle

Bei Barfußschuhen lässt sich die Sohle in jegliche Richtung biegen, was enorm wichtig ist. Du erinnerst dich an den Bezug zu Sneaker und Chucks? Jetzt ist er dahin. Die meisten Hersteller preisen ihre Barfußschuhe auch mit Bildern an, auf welchen die Schuhe komplett zusammengerollt oder gedrückt sind.

Aber warum ist das so wichtig? Durch die Flexibilität kann dein Fuß sich frei entfalten. Die Sohle passt sich dem Untergrund an und bietet dir den bestmöglichsten Kontakt zum Boden. Es entsteht das wahre Barfußgefühl. Besonders deine Zehe kommen hier in den Genuss der Freiheit. Dir ist es möglich dich mit deinen Zehen in den Boden zu krallen und somit erlangst du noch mehr Stabilität sowie Kontrolle. Das ist zum Beispiel ein sehr interessanter Grund für Barfußschuhe beim Kraftsport.

Geringes Gewicht

Das Gewicht fällt bei einem Barfußschuh im besten Fall leicht aus. Je leichter der Schuh, desto freier fühlen sich deine Füße sowie du selbst. Bei ziemlich jedem Barfußschuh wirst du genau aus diesem Grund eine Gewichtsangabe in der Produktbeschreibung finden. Ein guter Barfußschuh ist minimal.

Atmungsaktiv

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Schuhen ist ein Barfußschuh atmungsaktiv. Somit bekommen deine Füße viel Luft und fühlen sich freier und dem Barfußgefühl näher. Hier haben die günstigeren Alternativen (Wasserschuhe) häufig ihre Mankos.

Welches Material sollten Barfußschuhe haben?

Barfußschuhe gibt es mittlerweile auch in unterschiedlichsten Materialen. Dabei lässt sich aber nicht pauschal sagen, welches Material das beste oder bessere ist. Je nach individuellem Einsatzzweck ist ein anderes Material von Vorteil. Somit gehört auch kein bestimmtes Material zu den Kriterien, was einen Barfußschuh ausmacht. Es gibt sowohl Lederschuhe, als auch Modelle aus Textil, welche gut sind. Entscheidend ist, ob du den Schuh zum Sport oder im Alltag tragen möchtest.

Zehenschuhe oder Barfußschuhe

Wenn du dich mit dem Thema Barfußschuhe schon etwas beschäftigt hast wirst du sicher auch auf die netten Modelle mit einzelnen Zehen gestoßen sein. Die sogenannten Zehenschuhen. Die bekanntesten sind hier mit Sicherheit die Fivefingers von Vibram*, welche es schon sehr lange auf dem Markt gibt.

Sind Zehenschuhe nun besser als normale Barfußschuhe? Generell gesagt sind beides Barfußschuhe und beide Varianten bieten dir das Barfußgefühl. Über das Thema lässt sich jedoch noch einiges mehr sagen, was ich im Vergleich zwischen Barfußschuhen und Zehenschuhen gemacht habe.

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